WAS IST «WEB 2.0» ?!
Obschon Begriffe wie Web 1.0 oder Web 2.0 von manchen als blosse Werbemasche bezeichnet werden, kann man so etwas wie «Entwicklungsschritte» des www unterscheiden, die hier ansatzweise vorgestellt werden sollen:

Im «Web» der 90er Jahre bis in die frühen 2000er Jahre musste ein Webmaster, der sich mit HTML auskannte, eine Website erstellen und aufschalten. Die Informationen der Website konnten daraufhin von den NutzerInnen der Website gelesen werden.

Infolge diverser technischer Entwicklungen, wurden die relativ beschränkten Möglichkeiten von HTML ausgebaut. Heute können die NutzerInnen des www immer leichter Inhalte ins «Web» speisen.

«BLOGS» UND SONSTIGER «USER GENERATED CONTENT»
Sogenannte «Blogs» (Wordpress ist ein sehr verbreitetes Tool zur Erstellung von Blogs) oder Photo-Dienste wie z.B. «Flickr» erlauben es, eigenen Inhalt praktisch ohne technische Kenntnisse über die Bauweise einer Website zu veröffentlichen.

Deshalb wird oft «user generated content» als wichtigstes Stichwort für das Web 2.0 genannt. Also «Von Benutzern erstellte Inhalte». Frei übersetzt heisst das nichts anderes, als: «Wir sind das www», denn «wir» machen die Inhalte, wir speisen das «web» andauernd mit den Spiegelungen unseres Selbst. Es sind nun auch nicht nur die «Spezialisten», die den Inhalt des www produzieren, sondern jeder, der Zugang zu einem Computer und dem Internet hat. Es entstehen Wissen-Sammlungen wie Wikpedia, an denen theoretisch jeder mitschreiben kann.

Durch die unüberschaubare Vielzahl der AutorInnen mit den unterschiedlichsten Hintergründen ist es manchmal schwierig abzuschätzen, welcher Quelle man vertrauen soll. Die Vor- und Nachteile dieses Sachverhalts werden seit Jahren rege diskutiert. Überlegen Sie selbst, was die Konsequenzen sein könnten!

Hier das beliebteste Youtube-Video, das den Unterschied zwischen dem www der 90er und frühen 2000er Jahre und dem sogenannten Web 2.0 veranschaulicht. (Youtube ist übrigens selbst eine typische Web 2.0- Anwendung.)

VON LINKS ZU KOMMENTAREN UND TAGS
Im Web 2.0 geschieht eine neue Art der Vernetzung der NutzerInnen. Im Web 1.0 waren «Links» das Hauptsächliche Werkzeug zur Vernetzung. Im Web 2.0 sind Kommentarfunktionen und Bewertungsmöglichkeiten der jeweiligen Inhalte dazugekommen, sowie die Möglichkeit eigene Auswahlen von interessantem Inhalt durch selbst gewählte «Tags» zu gruppieren. Dadurch ist ein Reagieren der Nutzer auf den Inhalt möglich geworden. Artikel werden manchmal Sekunden, nachdem sie im www erschienen sind kommentiert. So ist die Vernetzung der Menschen, die am www teilnehmen in Echtzeit wahrnehmbar.

SOCIAL NETWORKING PLATFORMEN
«Social Networking Platformen» wie «Facebook» oder Dienste wie «Twitter» erlauben das Finden, Sammeln, Verwalten von Kontakten und die Kommunikation unter Ihnen.

AUSSICHTEN auf das Web 3.0
Manche behaupten, das Web 2.0 sei bereits zum Web 3.0 geworden, das auch «das Internet der Dinge genannt wird». Immer mehr Alltagsgeräte werden mit Sensoren oder Funkchips ausgestettet und z.B. über eine GPRS-Verbindung mit den im WWW verfügbaren Inhalte gekoppelt. Folgende Youtube-Clips illustrieren wie sich ein Alltag mit Web 3.0 gestalten könnte- mit allen vor-und Nachteilen. Clip 1/ Clip 2

 

Weitere Auswüchse und Möglichkeiten eines Alltags, in dem beinah alles mit dem www verkoppelt ist, können Sie sich evtl. selbst ausmalen.. Je nach Vorliebe «in Schwarz» oder «in Rosa» :)

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
anna cholinska / unterricht / texte